Allgäuer Handball-Kracher: HSG fordert Ottobeuren im Nachbarderby heraus

Am kommenden Samstagabend wartet auf alle Handballfans der Region ein echter Saisonhöhepunkt: Um 20 Uhr steigt in der Ottobeurer Sporthalle das Allgäuer Derby zwischen dem TSV Ottobeuren und der HSG Dietmannsried/Altusried. Lokale Rivalität, Emotionen und sportliche Bedeutung sind gegeben – der zehnte Spieltag der Handball-Oberliga bringt ein Duell mit sich, das aus mehreren Perspektiven herausragt.

Die Ausgangslage verspricht Hochspannung. Der TSV Ottobeuren steht aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, dicht gefolgt von der HSG auf Rang vier. Beide Teams trennt lediglich ein einziger Punkt – ein Sieg könnte die Dietmannsrieder dabei an den direkten Rivalen vorbeischieben. Es ist damit nicht nur ein Derby, sondern ein Aufeinandertreffen zweier formstarker Mannschaften, die sich im bisherigen Saisonverlauf als feste Oberliga-Größen festgesetzt haben.

Zusätzlichen Reiz erhält dieses Spiel durch die geografische Nähe: Gerade einmal 17 Kilometer liegen zwischen Dietmannsried und Ottobeuren. Seit Jahren versprechen die Nachbarschaftsduelle beider Mannschaften eine besondere Atmosphäre. Mit dem Derby treffen außerdem die beiden Allgäuer Vereine aufeinander, die aktuell in der höchsten gemeinsamen Spielklasse in der Region vertreten sind. Zudem stehen zugleich mit den Grabher-Brüdern sowie Rückraumspieler Lukas Albrecht drei ehemalige Ottobeurerim HSG-Trikot. Für Kreisläufer Sebastian Grabher, der noch in der vergangenen Saison für den TSV spielte, wird es ein besonderes Wiedersehen: „Ich freue mich auf das Duell gegen die ehemaligen Mitspieler. Wir wollen aber unsere Spielanlage zeigen und das Derby für uns entscheiden.“

Die HSG Dietmannsried/Altusried reist allerdings mit einer Hypothek nach Ottobeuren: Am vergangenen Wochenende kassierte das Team von Patrick Haas die erste Saisonniederlage gegen den TSV Simbach. Vor allem defensiv und im Tempospiel präsentierte sich die Mannschaft ungewohnt fehleranfällig. Diese Punkte standen in der Trainingswoche dementsprechend im Fokus. „Wir haben die Fehler analysiert und aufgearbeitet“, betont Trainer Patrick Haas. „Zur Besonderheit des Spiels gibt es nichts mehr zu sagen: Das Derby ist immer ein Höhepunkt der Saison. Wir legen aber unseren vollen Fokus auf die Gegnervorbereitung und auf die Stabilisierung unseres Spielkonzepts.“ Das Trainergespann Haas/Romanesen kann dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen. 

Auch der TSV Ottobeuren geht mit Selbstvertrauen in das traditionsreiche Duell. Am vergangenen Wochenende feierte die Mannschaft einen deutlichen Sieg gegen Aufsteiger Aichach und bestätigte damit ihren Saisonverlauf. Wie in jedem Derby spielt auch die Atmosphäre eine große Rolle. Die Mannschaft um Kapitän Alex Schneider braucht die Unterstützung der roten Fangemeinschaft. Daher freut sich die HSG über alle Unterstützenden, die den kurzen Weg nach Ottobeuren antreten und die Mannschaft lautstark unterstützen. Gerade in einem emotionsgeladenen Spiel können die vielen mitreisenden Fans einen spürbaren Unterschied machen.

Alle Zutaten für einen hochklassigen Handballabend sind vorhanden: zwei starke Teams, eine besondere Rivalität, ein knappes Tabellenbild, viele alte Bekannte und ein erwartungsvolles Publikum. Die HSG Dietmannsried/Altusried möchte die Niederlage von Simbach vergessen machen und im Derby ein Ausrufezeichen setzen.Es ist alles angerichtet für ein spannendes Nachbarschaftsduell.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.