Für die HSG Dietmannsried/Altusried steht am kommenden Samstag die nächste richtungsweisende Partie in der Handball-Oberliga an. Auswärts trifft die Mannschaft von Patrick Haas und Elmar Romanesen auf den traditionsreichen TSV Friedberg. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Friedberger Halle. In der engen Tabellenkonstellation geht es für beide Teams um wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.
Nach 17 absolvierten Spieltagen rangiert die HSG mit 23 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Der Abstand nach hinten ist jedoch denkbar knapp: Der TSV Friedberg belegt aktuell Rang sechs, liegt aber nur einen Zähler hinter der Mannschaft um Kapitän Alex Schneider. Ein Sieg würde den Oberallgäuern Luft verschaffen, eine Niederlage könnte die Tabelle hingegen noch enger zusammenrücken lassen.
Mit Rückenwind reist dabei die HSG nach Augsburg. In der Vorwoche gelang ein überzeugender Heimsieg gegen Burghausen, bei dem vor allem das Tempospiel und die mannschaftliche Geschlossenheit überzeugten. Die Dietmannsrieder unterstrichen damit ihre Ambitionen, sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Doch die Aufgabe in Friedberg dürfte ungleich schwerer werden.
Der TSV blickt auf eine erfolgreiche Vereinsgeschichte zurück und zählt seit Jahren zu den etablierten Namen im bayerischen Handball. Zudem ist der Gegner der HSG bestens bekannt. Mehrere Akteure im Kader der Dietmannsried/Altusriedertrugen in der Vergangenheit selbst das Trikot der Friedberger oder standen ihnen in zahlreichen Duellen gegenüber. Entsprechend groß ist der gegenseitige Respekt.
Im Fokus der Trainingswoche stand bei der HSG vor allem die Defensivarbeit. In den vergangenen Partien kassierte das Team phasenweise zu viele Gegentreffer – ein Umstand, der gegen eine erfahrene Offensive wie die des TSV Friedberg schnell bestraft werden kann. Torhüter Simon Weigl bringt es auf den Punkt: „Friedberg verfügt über ein routiniertes Angriffsspiel. Wir haben aber in den letzten Wochen zu viele Gegentreffer bekommen. Somit wissen wir, wo diese Woche der Erfolgsfaktor liegt, und wir werden uns dementsprechend vorbereiten.“
Tatsächlich dürfte eine kompakte, aggressive Abwehr in Verbindung mit einem starken Rückhalt im Tor der Schlüssel zum Erfolg sein. Gelingt es der HSG, das Positionsspiel der Gastgeber frühzeitig zu stören und einfache Tore über die erste und zweite Welle zu erzielen, stehen die Chancen gut, auch auswärts zu bestehen.
Personell kann das Trainergespann Haas/Romanesen – abgesehen von den bekannten Langzeitausfällen – auf einen breiten Kader zurückgreifen. Die Trainingsbeteiligung unter der Woche war hoch, die Intensität entsprechend groß. Jeder Spieler weiß um die Bedeutung der Begegnung, in der es nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um die Stabilisierung des vierten Tabellenplatzes geht.
Die Zuschauer dürfen sich somit auf ein intensives und umkämpftes Oberliga-Duell freuen. Zwei Teams auf Augenhöhe, nur durch einen Punkt getrennt, treffen in einer entscheidenden Phase der Saison aufeinander. Für die HSG Dietmannsried/Altusried bietet sich die Chance, ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen – und mit einem Erfolg in Friedberg die eigene Position in der oberen Tabellenhälfte zu festigen.
Foto ©️ Dirk Klos