Auswärtsniederlage am Ammersee: HSG verliert letztes Saisonspiel gegen den TSV Herrsching

Die HSG Dietmannsried/Altusried musste sich trotz der mitgereisten Fans am Ammersee klar mit 29:43 geschlagen geben. Im letzten Saisonspiel zeigte die Mannschaft um Kapitän Alex Schneider eine durchwachsene Leistung und wurde durch die eigene Fehlerquote vom TSV Herrsching konsequent bestraft.


Nach der Niederlage im Allgäuderby gegen die zukünftige Regionaligamannschaft TSV Ottobeuren in der Vorwoche war die HSG umso mehr motiviert, das letzte Saisonspiel erfolgreich zu gestalten. Trotz einiger emotionaler Vorzeichen – sowohl auf der Trainerbank als auch im Spielerkader standen Abschiede an – sollte der volle Fokus auf der Partie beim Aufstiegsaspiranten aus Herrsching liegen. Ziel war es vor allem, über eine kompakte und gut abgestimmte Abwehr ins Spiel zu finden und daraus einfache Tore über das Tempospiel zu generieren. Das Trainergespann Haas/Romanesen konnte dabei grundsätzlich auf einen breiten Kader zurückgreifen, musste jedoch weiterhin auf mehrere Langzeitverletzte verzichten. Zusätzlich fiel Marcus Bernhard und Maxi Schneider aus. M. Schneider schloss aber trotzdem die Saison und seine Karriere als Torschützenkönig der Oberliga Süd ab. 

Die Dietmannsrieder starteten vielversprechend in die Partie gegen die Gastgeber vom Ammersee. Mit einer engagierten Abwehrleistung und strukturierten Angriffen gelang es der HSG, das Spiel in den Anfangsminuten offen zu gestalten. Immer wieder fand man Lücken in der Herrschinger Defensive und nutzte diese konsequent. Nach zehn Minuten stand ein leistungsgerechtes 8:8 auf der Anzeigetafel – ein ausgeglichener Beginn, der Hoffnung auf einen spannenden Spielverlauf machte.

Doch im Anschluss verlor die HSG zunehmend den Faden. Im Angriff häuften sich technische Fehler und überhastete Abschlüsse, während in der Defensive die Abstimmung nachließ. Herrsching nutzte diese Schwächephase gnadenlos aus und zog mit hohem Tempo davon. Die Gastgeber bestraften nahezu jeden Fehler mit schnellen Gegenstoßtoren und setzten sich kontinuierlich ab. Die HSG fand weder offensiv noch defensiv passende Lösungen und musste mit einem deutlichen Rückstand von 12:24 in die Halbzeitpause gehen.
Co-Trainer Elmar Romanesen fand in der Kabine klare Worte: „So können wir uns nicht präsentieren. Wir müssen jetzt wieder mehr Engagement zeigen und unsere Fehler limitieren. Das sind wir auch unseren mitgereisten Fans schuldig.“


Die Ansprache zeigte zunächst Wirkung. Die HSG präsentierte sich im zweiten Durchgang stabiler und strukturierter im Angriffsspiel. Die Aktionen wurden klarer ausgespielt, und auch die Fehlerquote konnte etwas reduziert werden. Dennoch blieb Herrsching an diesem Tag die dominante Mannschaft. Mit mehr Tempo und Überzeugung bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus. In der 46. Spielminute lag die HSG bereits mit 20:35 zurück.

In der Schlussphase gelang es den Dietmannsriedern zumindest, ihr Spiel etwas zu stabilisieren und wieder mehr Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. Die Mannschaft zeigte Moral und ein verbessertes Gesicht, konnte den klaren Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Der Heimsieg des TSV Herrsching war zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet. Am Ende stand eine deutliche 29:43-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Nach dem Abpfiff resümierte Kapitän Alex Schneider: „Das war zusammenfassend heute eine schlechte Leistung. Wir wollten im letzten Saisonspiel eine anderen Teamauftrittzeigen, aber müssen heute eine Niederlage gegen eine gute Mannschaft aus Herrsching akzeptieren. Dennoch sind wir als Mannschaft mit der insgesamten Saisonleistung zufrieden und werden im nächsten Jahr wieder angreifen.“


Nach 22 Spieltagen beendet die HSG Dietmannsried/Altusried die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz mit 25 Punkten und erreicht damit die gesteckten Ziele. Im Anschluss an die Partie wurden intern das scheidende Trainerduo sowie mehrere Spieler verabschiedet – ein emotionaler Abschluss einer soliden Spielzeit.
Für die Dietmannsrieder geht es nun in die wohlverdiente Saisonpause, bevor in den kommenden Monaten die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit beginnt. Mit den gesammelten Erfahrungen und dem vorhandenen Potenzial möchte die HSG in der kommenden Saison erneut angreifen und sich weiterentwickeln.

Für die HSG spielten:

Weigl, Grabher P. – im Tor

Albrecht (7/4), Feigele (2), Bernick (4), Haller (4/1), Grabher S. (1), Kahric (2), Pfanner, Schneider A. (1), Haggenmüller (2), Berger (2), Noller (3), Häufele (1), Müller-Tolk