Am kommenden Sonntag steht für die Handballer der HSG Dietmannsried/Altusried in der Oberliga eine richtungsweisende Partie auf dem Programm. Die Oberallgäuer gastieren auswärts beim Eichenauer SV und wollen nach der jüngsten Heimniederlage wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Anwurf ist am Sonntagabend um 16:30 Uhr in Eichenau.
Die Ausgangslage vor dem 16. Spieltag ist klar umrissen. Die HSG rangiert nach 15 absolvierten Begegnungen mit 19:11 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und befindet sich damit im Oberliga-Mittelfeld. Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Abstände in der Oberliga sind eng, ein negativer Lauf könnte schnell den Blick nach unten lenken, gerade bei der hohen Anzahl an Abstiegsplätzen. Genau deshalb misst die Mannschaft um Kapitän Alex Schneider dem Spiel in Eichenau große Bedeutung bei. Die Gastgeber stehen aktuell auf Rang neun der Tabelle, sind jedoch gerade vor heimischem Publikum keinesfalls zu unterschätzen.
In der Vorwoche musste die HSG einen Dämpfer hinnehmen. Gegen den ASV Cham setzte es eine Heimniederlage, die vor allem defensiv schmerzte. Zwar präsentierten sich die Oberallgäuer kämpferisch stark und überzeugten phasenweise mit variabler und mutiger Offensivleistung, doch über die gesamte Spielzeit fehlte die nötige Stabilität in der Abwehr. Immer wieder kam Cham zu einfachen Abschlüssen, was den Ausschlag zugunsten der Gäste gab.
Genau an diesem Punkt setzte das Trainergespann Patrick Haas und Elmar Romanesen in der abgelaufenen Trainingswoche an. Der Fokus lag klar auf der Defensive, auf besserer Abstimmung, konsequenter Zweikampfführung und dem gemeinsamen Arbeiten im Verbund. Gegen den Eichenauer SV, der für seine unkonventionelle Spielweise bekannt ist, wird eine wache und flexible Abwehrarbeit unerlässlich sein. Die gute Nachricht aus HSG-Sicht: Bis auf Abwehrchef Haggenmüller sowie den Langzeitausfall Ignaczsteht dem Trainerteam der komplette Kader zur Verfügung. Dadurch konnten verschiedene taktische Varianten gezielt einstudiert werden.
Auch innerhalb der Mannschaft ist die Wichtigkeit der Partie allen bewusst. Die HSG will sich frühzeitig von den hinteren Tabellenregionen distanzieren und mit einem Auswärtssieg ein klares Zeichen setzen. Optimistisch blickt daher auch Torhüter Philipp Grabher auf die Begegnung. Er betont vor allem die Lehren aus der vergangenen Woche: „Wir müssen in der Abwehr ein anderes Gesicht zeigen. Aber mit unserer Vorbereitung und der guten Stimmung in der Mannschaft blicke ich dem Spiel positiv entgegen.“ Eine geschlossene Defensivleistung in Kombination mit einem starken Torhüterspiel soll der Schlüssel zum Erfolg sein.
Die Zuschauer dürfen sich auf ein intensives und umkämpftes Oberligaspiel freuen, in dem beide Teams viel zu gewinnen, aber auch einiges zu verlieren haben. Für die HSG Dietmannsried/Altusried geht es darum, Konstanz zu zeigen und den nächsten wichtigen Schritt in Richtung gesicherter Saison zu machen.