TSV Herrsching – HSG Dietmannsried/Altusried 28:31 (11:13)
Die HSG Dietmannsried/Altusried ist erfolgreich in die neue Saison der Oberliga Süd gestartet. Beim TSV Herrsching setzte sich die Mannschaft von Trainer Zoltan Sellei nach einem über weite Strecken umkämpften und fehlerbehafteten Auftaktspiel mit 31:28 (13:11) durch und nahm damit die ersten beiden Punkte mit ins Allgäu.
Dabei erwischte die HSG zunächst den deutlich besseren Start. Aus einer soliden Defensive heraus fanden die Gäste im Angriff gute Lösungen über den Kreis und durch konsequente Einzelaktionen. Nach vier Minuten stand eine schnelle 3:0-Führung auf der Anzeigetafel.
In der Folge schlichen sich allerdings zunehmend technische Fehler in das Spiel der HSG ein. Gleichzeitig fehlte nach Ballverlusten mehrfach die nötige Konsequenz in der Rückwärtsbewegung, sodass Herrsching zu einfachen Gegenstößen kam und innerhalb weniger Minuten zum 3:3 ausgleichen konnte.
Es entwickelte sich das erwartete typische erste Saisonspiel: viel Kampf und Einsatz auf beiden Seiten, gleichzeitig aber auch zahlreiche technische Fehler und noch fehlende Abstimmung.
Nach dem 5:6 nahm Herrsching in der 18. Minute die erste Auszeit. Diese zeigte zunächst allerdings bei den Gästen Wirkung. Mit einer guten Abwehrarbeit und schnellen Gegenstößen setzte sich die HSG erstmals auf 8:5 ab. Anschließend pendelte sich der Vorsprung meist bei zwei bis drei Treffern ein.
In dieser Phase setzte auch Neuzugang Jannik Gängler wichtige Akzente. Der Rückraumspieler, der nach längerer Handballpause zur HSG zurückgekehrt ist, erzielte drei seiner insgesamt vier Treffer noch vor dem Seitenwechsel.
Dass sich die HSG in dieser Phase nicht deutlicher absetzen konnte, lag vor allem an der mangelnden Chancenverwertung. Zu viele gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, zudem gingen zahlreiche Abpraller an die Gastgeber. So blieb Herrsching in Schlagdistanz und beim Stand von 11:13 ging es in die Kabinen.
Herrsching bleibt in Schlagdistanz
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zerfahren. Beide Mannschaften suchten häufig über Einzelaktionen den Erfolg. Die HSG stand defensiv weiterhin ordentlich und konnte sich dabei auch auf einen starken Simon Weigl im Torverlassen.
Im Angriff verhinderten jedoch weiterhin technische Fehler und eine ausbaufähige Abschlussquote, dass sich die Gäste entscheidend absetzen konnten. Hinzu kam eine auf beiden Seiten schwer nachvollziehbare Linie der Unparteiischen, die zusätzlich Unruhe in die Partie brachte.
Trotzdem behauptete die HSG zunächst ihren knappen Vorsprung. Herrsching ließ sich allerdings nicht abschütteln und kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal heran. In der 52. Minute verkürzten die Gastgeber auf 23:24 – die Partie war damit wieder völlig offen.
Starke Schlussphase entscheidet die Partie
Doch genau in dieser entscheidenden Phase zeigte die HSG ihre stärkste Sequenz des Spiels. Die Defensive arbeitete konzentriert und zwang Herrsching zu schwierigen Abschlüssen. Gleichzeitig trafen die Gäste im Angriff nun deutlich bessere Entscheidungen.
Besonders Fabian Pfanner übernahm in dieser Phase Verantwortung und erzielte innerhalb weniger Minuten drei wichtige Treffer. Aus der knappen 24:23-Führung entwickelte sich bis zur 58. Minute ein 30:25 für die HSG.
Viel Luft nach oben
Unter dem Strich war es das erwartbar schwierige erste Saisonspiel. Die HSG leistete sich noch zu viele technische Fehler und Ballverluste und ließ im Abschluss einige gute Möglichkeiten liegen. Dadurch verpasste es die Mannschaft mehrfach, sich frühzeitig entscheidend abzusetzen.
Positiv war dagegen vor allem die über weite Strecken stabile Abwehrarbeit. Auch als Herrsching die Partie in der Schlussphase noch einmal eng machte, behielt die Mannschaft die Ruhe und fand im entscheidenden Moment sowohl defensiv als auch offensiv die richtigen Lösungen.
Damit ist der Saisonauftakt gelungen, spielerisch bleibt noch Luft nach oben, aber die ersten beiden Punkte sind eingefahren.
HSG Dietmannsried/Altusried
Tor: Simon Weigl, Phillip Grabher
Feldspieler: Marcus Bernhard (6), Lukas Albrecht (4/1), Jannik Gängler (4), Christian Haller (4), Sebastian Grabher (4), Fabian Pfanner (4), Jonas Bernick (2), Alexander Schneider (2), Kilian Dill (1), Hannes Guggemos, Niklas Noller, Robin Häufele, David Heckel.
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