Die HSG Dietmannsried/Altusried hat ihr neuntes Ligaspiel der Oberligasaison 2025/26 zuhause mit 30:37 gegen den TSV Simbach verloren und musste damit ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Zwar zeigte die Mannschaft phasenweise ihr Können, doch am Ende setzten sich die Gäste verdient durch. Ausschlaggebend waren eine zu anfällige Deckungsarbeit sowie zu viele technische Fehler im eigenen Angriffsspiel.
Nach einer spielfreien Woche konnte das Trainergespann Haas/Romanesen auf einen nahezu vollen Kader zurückgreifen und eine strukturierte Spielvorbereitung absolvieren. Der Beginn des Endspurts der Hinrunde stand an – eine Phase, in der die HSG auf die Topteams der Liga trifft. Die Dietmannsrieder belegten vor der Partie den zweiten Tabellenplatz, während Simbach als Vierter in die Partie ging. Der Mannschaft um Kapitän Alex Schneider war bewusst, dass ein körperbetontes und intensives Spiel gegen die Niederbayern bevorstand. Trainer Haas schwor seine Mannschaft vor dem Anpfiff ein: „Freut euch auf diese Herausforderung heute! Wir sind vorbereitet und werden heute unsere Klasse zeigen.“
Von dieser Vorfreude war zu Beginn jedoch wenig zu spüren. Die HSG erwischte einen schläfrigen Start, agierte im Angriff zu statisch und spielte die eigenen Konzepte ohne die notwendige Tiefe zu Ende. Es fehlte an Dynamik und klaren Lösungen. Dennoch blieb das Spiel ausgeglichen, da auch die Gäste aus Simbach anfangs einige Fehler produzierten. Ein starker Simon Weigl im Tor hielt seine Mannschaft im Spiel. So führte die HSG trotz einer schwierigen Anfangsphase in der 15. Minute mit 8:7.
Im Anschluss fand die HSG im Angriff etwas besser in die Partie und setzte vermehrt auf das gewohnte Tempospiel. Doch immer wieder schlichen sich technische Fehler ein, die Simbach zu schnellen Gegentreffern einluden. Es entwickelte sich ein ansehnlicher Schlagabtausch zweier Oberligateams, doch zum Ende der ersten Halbzeit übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Die HSG verlor im Angriff an Klarheit und ließ in der Defensive zu viele einfache Aktionen zu. Mit einem 14:17-Rückstand ging es in die Halbzeitpause. Trainer Haas wurde nun deutlich: „Wir müssen jetzt aufwachen und wieder klarer in unseren Aktionen werden!“
In der zweiten Halbzeit zeigte die HSG zunächst ein verbessertes Gesicht. Zwar unterliefen weiterhin Fehler im Angriff, doch insgesamt fand die Mannschaft um Kapitän Alex Schneider besser ins Spiel. Simbach präsentierte sich weiterhin mit starker Rückraumachse und präzisem Zusammenspiel mit den Kreisläufern. Die HSG hielt jedoch mit und gestaltete die Partie ausgeglichener. Durch verbesserte Angriffskonzepte gelang es, den Rückstand zu verkürzen – doch die weiterhin vorhandenen Lücken in der Deckungsarbeit führten immer wieder zu einfachen Gegentreffern. In der 45. Minute lag die HSG folgerichtig mit 24:26 zurück.
Ab diesem Zeitpunkt zeigte die Leistungskurve der Gastgeber jedoch wieder nach unten. Erneut häuften sich technische Fehler, ungenaue Abschlüsse und Abstimmungsprobleme in der Defensive. Dies ermöglichte den Gästen aus Simbach, sich Tor um Tor abzusetzen. Zwar gelang es der HSG vereinzelt zu verkürzen, doch in den Schlussminuten fehlte die klareEntschlossenheit. So setzte sich Simbach am Ende auf 30:37 ab. Rückraumspieler Michi Feigele fasste das Spiel nach Abpfiff treffend zusammen: „Wir haben heute über weite Strecken nicht unsere Stärken ausgespielt. Jetzt müssen wir aber die Fehler aufarbeiten und anschließend den vollen Fokus auf das kommende Derby legen.“
Nach neun Spieltagen steht die HSG Dietmannsried/Altusried mit 13 Punkten nun auf dem vierten Tabellenplatz. In der kommenden Woche wartet das prestigeträchtige Allgäu-Derby gegen den TSV Ottobeuren – ein besonderes Spiel, in dem die HSG ein anderes Gesicht zeigen möchte.
Für die HSG spielten:
Ignacz, Weigl, Grabher P. – im Tor
Bernhard (3), Albrecht, Feigele (5), Bernick (1), Haller (3), Haggenmüller (1), Noller, Häufele, Schneider M. (12/5), Schwegler (3), Grabher S., Pfanner (1), Schneider A. (1)
Foto ©️ Dirk Klos












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