In einem ausgeglichenen Auswärtsspiel zeigte die Mannschaft um Kapitän Alex Schneider eine kämpferische Leistung. In einem spannenden Oberligaderby verpasste die HSG Dietmannsried/Altusried leider unglücklich in der entscheidenden Phase die Chance zum Sieg gegen den Tabellennachbarn TSV Friedberg.
Durch den souveränen Heimsieg in der Vorwoche gegen Burghausen fuhr die Mannschaft von Trainer Patrick Haas mit breiter Brust nach Augsburg. Vor dem 18. Spieltag trennte beide Teams in der Oberliga lediglich ein Punkt. Es war das erwartet enge Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden würden. Entsprechend intensiv verlief die Trainingswoche. Der Fokus lag vor allem auf dem Deckungsspiel, um die wurfstarken Friedberger frühzeitig zu stören und einfache Gegentore zu vermeiden. Zusätzlich erhielt die Begegnung durch personelle Verbindungen eine besondere Note: Mehrere Akteure der HSG trugen in der Vergangenheit bereits das Trikot des TSV Friedberg. Topscorer Maxi Schneider brachte es vor Spielbeginn auf den Punkt: „Wir kennen die Jungs und deren körperbetonte Spielweise. Lasst uns heute in dieser besonderen Konstellation gemeinsam einen Fight abliefern.“ Die Mannschaft nahm sich diese Worte zu Herzen.
Von Beginn an zeigte die HSG die richtige Einstellung. In der Defensive wurde konsequent gearbeitet, die Absprachen im Mittelblock stimmten, und immer wieder konnten durch engagiertes Verschieben und starke Paraden der HSG-Torhüter Ballgewinne erzielt werden. Friedberg versuchte, über viel Druck aus dem Rückraum zum Erfolg zu kommen, doch Dietmannsried/Altusried hielt energisch dagegen. Auch im Angriff gelangen zunächst strukturierte Aktionen. Über geduldiges Passspiel und klare Auslösehandlungen erspielte sich die HSG gute Wurfmöglichkeiten. Dennoch zeichnete sich aufgrund der Qualität beider Mannschaften früh ein ausgeglichenes Oberligaspiel ab. Nach 15 Spielminuten lag die HSG knapp mit 7:8 im Hintertreffen. In dieser Phase schlichen sich vereinzelt Ungenauigkeiten im Abschluss ein. Doch die Dietmannsrieder steigerten sich zunehmend, reduzierten einfache Fehler und nutzten die sich bietenden Lücken konsequenter. Kurz vor der Pause setzte Marcus Bernhard ein wichtiges Zeichen: Mit einem entschlossenen Abschluss brachte er die Roten mit 14:13 in Führung. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen.
Die HSG kam mit neuem Schwung aus der Halbzeitpause und knüpfte nahtlos an die kämpferische Leistung der ersten Hälfte an. Über das eigene Tempospiel setzte man immer wieder Nadelstiche. Ballgewinne in der Abwehr wurden konsequent in schnelle Gegenstöße umgewandelt. Leistungsgerecht konnte die Führung zwischenzeitlich ausgebaut werden. In der 45. Spielminute zeigte die Anzeigetafel eine 22:20-Führung für die Gäste – die Partie schien in eine vielversprechende Richtung zu laufen.
Doch nun begann die entscheidende Phase der Begegnung. Leider schlichen sich einige Abschlussfehler und technische Unstimmigkeiten ins Angriffsspiel der HSG ein. Unvorbereitete Würfe und Ballverluste verhinderten eine mögliche Vorentscheidung. Gleichzeitig wurde die Angriffsreihe der Friedberger – insbesondere im Innenblock – nicht mehr zielgerichtet bearbeitet. Friedberg nutzte diese Schwächephase konsequent aus und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Trotz großem Einsatz blieb die HSG dran und erarbeitete sich kurz vor Schluss noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich. Diese Chance konnte jedoch nicht genutzt werden. Am Ende stand eine bittere 29:30-Niederlage auf der Anzeigetafel. Trainer Patrick Haas resümierte nach der Partie: „Das war heute eine kämpferische Topleistung von zwei Oberligamannschaften auf ähnlichem Niveau. Wir hätten heute auch den Sieg verdient, aber schlussendlich waren es in den entscheidenden Sequenzen zu viele Fehler von uns.“
Durch die unglückliche Niederlage steht die HSG Dietmannsried/Altusried nach 18 Spieltagen nun auf dem fünften Tabellenplatz mit 23 Punkten. Bereits am kommenden Samstag bietet sich die Chance zur Wiedergutmachung. Dann empfängt die HSG den Tabellenletzten TSV Sauerlach in eigener Halle. Vor heimischem Publikum möchte die Mannschaft an die kämpferische Leistung aus Friedberg anknüpfen – und sich diesmal auch mit zwei Punkten belohnen.
Für die HSG spielten:
Weigl, Grabher P. – im Tor
Bernhard (6), Albrecht, Feigele (1), Bernick (3), Haller (8), Grabher S., Noller, Kahric (2), Schneider M. (9/5), Pfanner, Schneider A., Häufele, Haggenmüller
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