Die HSG Dietmannsried/Altusried hat am 13. Spieltag der Oberliga ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und das Auswärtsspiel beim ESV Regensburg mit 31:30 für sich entschieden. Nach der enttäuschenden Leistung in der Vorwoche präsentierte sich die Mannschaft deutlich verbessert und zeigte eine geschlossene Teamleistung. Vor allem die stabilere Abwehrarbeit sowie eine klarere Spielanlage im Angriff waren die entscheidenden Faktoren für den knappen, aber verdienten Erfolg in der Oberpfalz.
Nach der Heimniederlage gegen Unterpfaffenhofen in der Vorwoche herrschte bei der HSG spürbarer Redebedarf. In den Trainingseinheiten wurde das Spiel intensiv aufgearbeitet, der Fokus lag dabei insbesondere auf der Abstimmung in der Defensive und dem Umgang mit körperbetont spielenden Gegnern. Mit dem ESV Regensburg wartete genau ein solcher Kontrahent, der für seine robuste Spielweise bekannt ist. Das Trainergespann Patrick Haas und Elmar Romanesen konnte dabei wieder auf einen nahezu vollständigen Kader zurückgreifen – eine wichtige Voraussetzung, um in Regensburg bestehen zu können. Die Marschroute war klar: mehr Emotionen, mehr Zusammenhalt, mehr Konsequenz. Linksaußen Robin Häufele brachte die Stimmung vor dem Anpfiff auf den Punkt: „Wenn wir heute wieder gemeinsam arbeiten, dann werden wir als Sieger von der Platte gehen.“
Von Beginn an war zu spüren, dass die Dietmannsrieder eine Reaktion zeigen wollten. Angeführt von Kapitän Alex Schneider agierte die Mannschaft emotionaler und präsenter als noch eine Woche zuvor. Die Abwehr stand deutlich kompakter und arbeitete geschlossen, wodurch Regensburg nur schwer zu klaren Abschlüssen kam. Dennoch entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. In der 15. Spielminute lagen die Gäste aus dem Oberallgäu mit 5:7 im Rückstand, da im Angriff noch nicht alle Aktionen sauber ausgespielt wurden. Doch im weiteren Verlauf stabilisierte sich das Offensivspiel der HSG zunehmend. Vor allem über das Tempospiel gelangen nun wieder einfache Treffer, sodass der Rückstand schnell egalisiert werden konnte. Beide Teams lieferten sich bis zur Pause einen offenen Schlagabtausch, der folgerichtig mit einem 15:15-Unentschieden zur Halbzeit endete. In der Kabine fand Trainer Patrick Haas klare Worte: „Wir zeigen heute ein wesentlich verbessertes Abwehrspiel. Lasst uns jetzt im Angriff noch mehr in die Tiefe gehen. Das wird der Erfolgsfaktor für heute.“
Die Ansprache zeigte Wirkung. Die HSG kam konzentriert aus der Kabine und setzte die Vorgaben konsequent um. Im Angriff agierten die Dietmannsrieder nun druckvoller, suchten häufiger die Tiefe und belohnten sich mit wichtigen Treffern. Besonders Rückraumspieler Marcus Bernhard übernahm in dieser Phase Verantwortung und war immer wieder erfolgreich. So konnte sich die HSG bis zur 45. Minute erstmals leicht absetzen und führte mit 23:20. Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, schlichen sich in der Folge einige Unkonzentriertheiten und technische Fehler ein. Regensburg nutzte diese Phase, um wieder heranzukommen, und so entwickelte sich eine spannende Schlussphase. Trotz des wachsenden Drucks behielt die HSG jedoch die Nerven. Mit großem Kampfgeist, einer engagierten Abwehr und der nötigen Portion Cleverness brachte man den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte am Ende einen viel umjubelten 31:30-Auswärtssieg. Kreisläufer Julian Haggenmüller resümierte nach dem Spiel: „Heute haben wir gegen Regensburg über Kampf gewonnen, gerade in der Abwehr. Auf dieser Leistung müssen wir nächste Woche aufbauen.“
Nach 13 Spieltagen belegt die HSG Dietmannsried/Altusried damit den vierten Tabellenplatz in der Oberliga. Am kommenden Samstag steht das nächste wichtige Spiel an: Dann empfängt die HSG den Aufsteiger TSV Aichach in eigener Halle. Mit der gezeigten Leistung aus Regensburg möchte das Team den nächsten Schritt machen und vor heimischem Publikum nachlegen.
Für die HSG spielten:
Weigl, Grabher P. – im Tor
Bernhard (9), Feigele (1), Bernick, Haller (7), Haggenmüller (2), Häufele (1), Schneider M. (6), Schwegler (1), Grabher S.(1), Kahric, Dill (2), Berger, Schneider A. (1)