Die HSG Dietmannsried/Altusried hat am 16. Spieltag der Oberliga einen überzeugenden 38:26-Auswärtssieg beim Eichenauer SV gefeiert und damit nach der enttäuschenden Niederlage in der Vorwoche zurück in die Erfolgsspur gefunden. Erfolgsrezept war vor allem eine solide Angriffsleistung, die durch versierte Spielzüge und konsequentes Tempospiel immer wieder zu leichten Torabschlüssen führte. Zudem präsentierte sich die Abwehrreihe deutlich stabiler als noch zuletzt und legte damit den Grundstein für zwei enorm wichtige Punkte im weiteren Saisonverlauf.
Bereits unter der Woche war der Mannschaft die Dringlichkeit dieser Partie bewusst. Während die HSG im oberen bis mittleren Tabellenfeld festsetzen möchte, steckt der Eichenauer SV mitten im Abstiegskampf – ein Szenario, mit dem die Dietmannsrieder in dieser Saison nichts zu tun habenwollen.
In der Vorbereitung wurden gezielt neue Angriffskonzepte einstudiert, um im Positionsspiel variabler auftreten zu können. Gleichzeitig lag ein Schwerpunkt auf der Deckungsarbeit gegen das flexible Angriffsspiel der Gastgeber. Trainer Patrick Haas fand vor dem Anpfiff die passenden Worte: „Wir drücken heute auf das Tempo und zeigen unsere Stärken. Wenn wir diese Vorgabe über die meisten Spielphasen umsetzen, gehen wir als Sieger von der Platte.“
Zu Spielbeginn taten sich die Dietmannsrieder zunächst noch schwer. Zwar wurde das Tempospiel von Beginn an forciert und auch die Abwehr stand wesentlich besser als in der Vorwoche, doch Eichenau konnte in der Anfangsphase gut dagegenhalten. So entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Hausherren immer wieder Lücken fanden und die HSG im Angriff noch nicht konsequent genug agierte.
Nach einigen Minuten fand die HSG jedoch zunehmend ihren Rhythmus. Die Mannschaft stellte die eigenen Abschlussfehler ab und erspielte sich den ersten Vorsprung. In der 15. Spielminute stand eine verdiente 10:6-Führung auf der Anzeigetafel. Nun begann eine echte Drangphase der Oberallgäuer: In der Abwehr wurden vermehrt leichte Bälle gewonnen, im Angriff nutzte die HSG die Lücken im Deckungsspiel des Eichenauer SV konsequent aus. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung sogar auf neun Tore an.
Kurz vor der Halbzeit musste die HSG jedoch einen bitteren Dämpfer hinnehmen: Rückraumspieler Timm Schwegler sowie Außenspieler Fabian Pfanner verletzten sich und konnten nicht mehr eingreifen. Im Anschluss verlor die Mannschaft etwas den Zugriff und setzte bis zum Pausenpfiff nicht mehr die klaren Akzente der vorherigen Minuten. Dennoch ging es mit einer komfortablen 19:14-Führung in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann aus Sicht der HSG vielversprechend. Die Gäste knüpften wieder an ihre starken Phasen an und nutzten weiterhin konsequent die Schwächen im Deckungsverhalten der Gastgeber. Vor allem Toptorschütze Maxi Schneider, der mit beeindruckenden 15 Treffern glänzte, sowie Spielgestalter Chris Haller (9 Tore) drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Immer wieder wurden Lücken aufgerissen und mit hoher Effizienz abgeschlossen. In der 45. Minute führte die HSG folgerichtig mit 31:23 und war klar die spielbestimmende Mannschaft.
Im Anschluss wurde auf Seiten der Dietmannsriederdurchgewechselt, ohne dass das Tempo und die Spielfreude verloren gingen. Weiterhin übte die HSG mit ihrem schnellen Umschaltspiel enormen Druck auf Eichenau aus und ließ kaum Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Einzig die Konsequenz in einigen Angriffs- und Abwehrsituationen hätte noch höher sein können, dennoch stand am Ende eine überzeugende Leistung und ein hochverdienter 38:26-Auswärtserfolg. Mittelmann Chris Haller resümierte nach dem Spiel: „Heute hat zwar nicht alles funktioniert, wir haben aber eine solide und motivierte Leistung gezeigt. Die Punkte sind enorm wichtig für den restlichen Saisonverlauf.“
Die HSG Dietmannsried/Altusried steht nach 16 Spieltagen nun auf dem 5. Tabellenplatz und hat bereits 21 Punkte gesammelt. Nach diesem wichtigen Erfolg folgt zunächst ein spielfreies Wochenende, bevor es anschließend mit einem Heimspiel gegen Burghausen weitergeht.
Für die HSG spielten:
Weigl, Grabher P. – im Tor
Bernhard (1), Albrecht, Feigele, Bernick, Haller (9), Grabher S. (4), Noller (1), Kahric (3), Schneider M. (15/4), Schwegler (1), Pfanner, Dill (4), Berger
Foto ©️ Dirk Klos